mit Mopperl nach Wien - Vorbereitungen für den großen Trip

So sah meine Route Anfang Mai aus. Mit Mopperl ging es auf die erste große Ausfahrt und ich kann euch sagen - wir waren beide ein wenig nervös. Langes Fahren machte mir nichts, das habe ich ja bereits in Taiwan festgestellt. Aber wie nun Mopperl mit den vielen hundert Höhenmetern zurecht kommt, ob wir ein Platz- oder Organisationsproblem haben könnten oder ob mein Knie die stundenlange gebeugte Haltung mitmacht, das war offen. Gleich vorweg: Alles hat vorbildlichst funktioniert. Wir wurden sogar von anderen Motorradfahrern gegrüßt, als wir über den Feistritzsattel tuckerten. :)

Erster Halt war Wiener Neustadt, wo ich zwei liebe Freunde besucht habe. Ein Fotoshooting, Sushi-Dinner und eine Partie Super Mario auf dem Nintendo Classic Mini, gefolgt von einem frühmorgendlichen Ausflug auf die Hohe Wand, haben den ersten Teil meines Kurztrips richtig erfolgreich gemacht. 

 6:15 Uhr, wir waren da - die Sonne leider nicht. Aber der Laune hat das keinen Abbruch getan. (c) EPics by Stefan //  www.facebook.com/EbersbergerPics

6:15 Uhr, wir waren da - die Sonne leider nicht. Aber der Laune hat das keinen Abbruch getan.
(c) EPics by Stefan // www.facebook.com/EbersbergerPics

Weiter ging es dann am zweiten Tag Richtung Eisenstadt, dort war ich nämlich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie. Nach einem kurzen Spaziergang vorbei am Schloss Esterházy und durch das Stadtzentrum, machte ich mich dann aber schlussendlich wirklich auf den Weg nach Wien. Dort kam ich zwei Tage bei einem Bekannten unter, der mich auch das ganze Wochenende begleitet hat. Es gab Burger als Einstandsessen, ein kühles Bier beim Schloss Schönbrunn und richtig gute Unterhaltung bei einer Stand-Up Comedy Show (how to laugh in English im Tunnel, absolute Empfehlung!). Ich wollte ganz bewusst ein sehr ruhiges, entspanntes Wochenende ohne straffes Programm verbringen. Immerhin war der Wien-Ausflug auch eine kleine Belohnung für mich, da ich die Bachelorarbeit am ersten Termin abgegeben habe und auch mit meiner Leistung soweit ganz zufrieden war/bin. Außerdem war ich ja doch schon einige Male in unserer Landeshauptstadt und habe demnach nicht das Gefühl gehabt, irgendetwas zu verpassen. Das ist übrigens ein Gefühl das ich mir für viele Reisen bewahren will: Ich muss nicht jede Sehenswürdigkeit gesehen haben, nicht an allen wichtigen Orten einer Stadt oder eines Landes gewesen sein - viel lieber setze ich viel daran, das echte Leben kennenzulernen und es mir gut gehen zu lassen, indem ich nur Dinge mache die mich auch wirklich interessieren. 

 Die Gloriette

Die Gloriette

 Hier lässt sich's aushalten: Blick auf Schloss Schönbrunn

Hier lässt sich's aushalten: Blick auf Schloss Schönbrunn

Früh am nächsten Tag entflohen wir der Stadt vorerst und gingen eine große Runde im Lainzer Tiergarten. Eigentlich ist das einfach ein großes Naturschutzgebiet und an einigen Stellen gibt es Wildgehege, also man möge es nicht mit einem Zoo verwechseln. Man kommt bei der von uns gewählten Route (vom Nikolai Tor zum Lainzer Tor) auch bei einem super Aussichtspunkt vorbei, bei dem man über ganz Wien sieht.
Zur Stärkung gab es dann im Rohrhaus ein Würstel mit Gebäck. Mich hat es total überrascht, dass die Preise so fair waren! Also hier kann man ruhig eine Pause einlegen ohne sich über den Tisch gezogen zu fühlen. Im Endspurt kamen wir dann noch bei der Hermesvilla vorbei. Wir konnten uns beide nichts darunter vorstellen und waren dann umso beeindruckter, dass diese riesige Anlage dermaßen schön und imposant inmitten dieses schönen Areals stand.

 Blick über Wien

Blick über Wien

 Die Hermesvilla, früher das "Schloss der Träume" von Kaiserin Sissi, heute unter anderem ein Museum

Die Hermesvilla, früher das "Schloss der Träume" von Kaiserin Sissi, heute unter anderem ein Museum

 Der Wiener Prater zur Blauen Stunde

Der Wiener Prater zur Blauen Stunde

Nach unserer ca. 12km langen Wanderung sehnten wir uns nach einem Eis. Da es in Wien ja wirklich so viele gute und bekannte Eissalons gibt, war ich garnicht richtig fähig mich zu entscheiden - deshalb musste dann meine Idealvorstellung (Eine Tüte mit Schoko-Rand und mindestens 2 Kugeln Eis von irgendwelchen spannenden Sorten) kurzerhand einem extrem guten Frozen Yoghurt weichen. Wir spazierten nämlich zufällig bei Kurt vorbei, einem hippen Laden der Frozen Yoghurt mit unzähligen Toppings anbietet, aber auch Porridge und Mittagsmenüs im Sortiment hat. Der gemütliche Gastgarten in einer ruhigen Seitengasse hat mich dann endgültig überzeugt... und mit Brownie-Melonen-Honig-Crunchy Topping war alles perfekt. Danach spazierten wir durch die hektische Innenstadt, ich betrat zum ersten Mal den Stephansdom und suchte noch Postkarten für meine Lieben daheim. Ich schreibe übrigens extrem gerne Postkarten (und erhalte sie auch gern), und viele meiner Follower auf Instagram schicken mir mittlerweile Karten und bekommen dann natürlich auch welche zurück, sobald ich wieder unterwegs bin (wenn du auch mitmachen willst, schreib mir eine Mail!). Wir entschlossen uns dann, Deadpool 2 anzusehen (und ja, ich fand ihn bei Weitem nicht so gut wie den ersten :D) und den Abend anschließend im Prater zu verbringen. Der Wiener Prater ist irgendwie immer ein Fixpunkt, und das, obwohl ich selten Achterbahnen fahre und mich erst recht niemand in ein Geisterhaus bekommt. Aber ich mag die vielen Lichter, die Stimmung und natürlich das Riesenrad! :)

Als uns dann der Hunger schlussendlich aber doch überkam, probierten wir ein libanesisches Restaurant... und ich war begeistert. Ich liebe Hummus, Falafel, Fladenbrote und auch eingelegtes Gemüse verschmähe ich fast nie - kombiniert mit exotischen Gewürzen war dieses Essen wirklich traumhaft. Das Restaurant hieß übrigens Le Cedre und befindet sich in der Nähe des Praters. 

Am nächsten Tag ging es auch schon wieder zurück nach Graz. Über Bundesstraßen die sich durch malerische Orte schlängelten, vorbei an Burgen, traumhaften Kulissen und unzähligen anderen Motorradfahrern, die das Wetter ebenfalls für eine Ausfahrt genutzt haben. Wenn du dich jetzt fragst, wieso die Überschrift auf einen "großen Trip" hinweist: Im Sommer stehen knapp 2000km mit Mopperl am Plan, die innerhalb eines Monats ganz gemütlich abgefahren werden. Mehr dazu gibt es bald in einem Beitrag!

 Mopperl beim Verlassen von Wien :)

Mopperl beim Verlassen von Wien :)

 Aussicht am Feistritzsattel

Aussicht am Feistritzsattel

 Endlose Weiten in Niederösterreich

Endlose Weiten in Niederösterreich