Endlich fit werden – und die Laufuhr ist mein Coach

Was? Du bist doch andauernd im Wald herum, wanderst zu tollen Bergseen und erkundest gefühlt fünf mal pro Jahr fremde Länder – du willst mir erzählen „du bist nicht fit“?
Ganz genau. Ich bin keine Sportskanone, weit davon entfernt anziehen zu können was ich will (und mich damit wohlzufühlen), und noch ein weiteres gutes Stück weit weg von vielen sportlichen Dingen, die ein normal-fitter Körper zu leisten im Stande ist (wie z.B. ein Kopfstand, Klimmzug oder ein paar Kilometer laufen).

Ins Fitnessstudio geh ich seit ca. 2 Jahren, einmal eine Unterbrechung wegen dem Auslandssemester, aber seit dem eigentlich regelmäßig 2-3 mal die Woche. Das hilft schon – seitdem ich Krafttraining mache, habe ich keine Rückenschmerzen mehr und fühle mich insgesamt wohler. Hand in Hand mit guter Ernährung sind so in dieser Zeit 10 Kilos gepurzelt – eher nebenbei, eine wirkliche Diät habe ich (in dieser Zeit) nicht gemacht, nur meine konsumierten Kalorien mit Hilfe einer App im Auge behalten und bewusst gegessen.
Aber darum soll es hier heut gar nicht gehen, viel mehr will ich euch darüber informieren, dass ich mir endlich eine Laufuhr geholt habe.

Ich bin gerade vom zweiten Training der zweiten Woche heimgekommen, war duschen und musste diesen Beitrag einfach sofort im Anschluss schreiben – so euphorisch, glücklich und stolz bin ich! Aber von Anfang an:

Überlegt habe ich schon lange, ob ich mir nun endlich einen Fitnesstracker kaufe, aber es war mir immer zu teuer, oder sagen wir so: der Mehrwert war mir zu gering. Neugierig war ich schon, wie viele Kalorien ich während dem Wandern verbrenne oder wie viele Schritte ich eigentlich so pro Tag mache. Aber dafür mehr als 100 Euro ausgeben? Nö.
Als ich nach meiner Reise Kassensturz machte und feststellte, dass ich knapp 200 Euro unter meinem geplanten Budget liege, war die Entscheidung klar: Ich gönn mir das jetzt. Zwei Abende habe ich recherchiert, vergleichen und überlegt, und Ende Juli habe ich mir endlich die gewählte Uhr geholt, die nun weit mehr ist, als ein gewöhnlicher Fitnesstracker.
Meine Kriterien waren: eingebautes GPS (damit ich ohne das Handy dabei zu haben meine zurückgelegte Strecke aufzeichnen kann), Anzeige der Höhenmeter, Pulsmessung und verschiedene Sportprogramme. Die verbrannten Kalorien sieht man sowieso bei allen Uhren, bei meiner nach einer Aktivität oder in der App, mit der man die Uhr via Bluetooth synchronisieren kann. Außerdem misst sie die Schlafqualität und ist wasserdicht, und gekostet hat sie 110 Euro.

Ich möchte euch hiermit ein wenig auf meine Reise mitnehmen, so quasi „Vom bitteren Anfang bis zu vielen, erfolgreichen Momenten“ - hoffentlich. Mein Ziel ist es nämlich, Laufen zu lernen und damit eine Grundfitness deutlich zu steigern. Laufen war bisher immer ein rotes Tuch – und als ein guter Freund meinte „Laufen ohne Schnaufen“ ist der Schlüssel zum Erfolg, dachte ich nur „Ha! Ich kann nicht mal 50 Meter laufen ohne zu Schnaufen, das kann ja was werden.“. Tatsächlich, Ausdauersport generell war immer ein großes Mysterium für mich, da ich immer das Gefühl hatte, absolut keine Puste zu haben – aber jetzt bin ich schlauer: Ich bin’s nur falsch angegangen.

Wie mir die Uhr beim Laufen lernen hilft

Die App meiner Uhr verweist gleich auf ein Portal des Herstellers, bei dem man sich für diverse Kurse einschreiben kann – danach fungieren Uhr und App quasi als Trainer. Ich habe mir den „Laufen 5km“ – Kurs ausgesucht und arbeite jetzt an der Erreichung dieser Distanz. Meine Ausgangslage ist eben 2-3 mal die Woche sportliche Betätigung, eher moderat, und mein Zieldatum ist der 4. November – nämlich mein Geburtstag. Basierend darauf erstellte mir der Trainer einen Zeitplan, der in der App ersichtlich ist. Drei Einheiten „Laufen“ pro Woche, jedes Mal ein wenig anders vom Aufbau her, aber die Richtwerte der Intensität sind immer Herzfrequenzbereiche. Also bewegt man sich so, dass der Puls immer in einem gewissen vorgegebenen Bereich ist, wenn man darüber oder darunter kommt, vibriert die Uhr. Da der Bereich sehr niedrig ist, laufe ich aktuell sehr langsam (es ist fast schon gehen, aber in Laufbewegung) im unteren Bereich (110-130), aber kann im mäßigem Bereich (130-150) schon locker joggen, ohne dass mir die Luft wegbleibt. Nach dem Training bin ich nie wirklich erledigt, sondern eher energiegeladen und motiviert. Es macht so viel Spaß, die vorgegebenen Ziele zu erreichen und zu sehen, was man eigentlich leisten kann, wenn man es nur richtig angeht.
Ich habe immer geglaubt, ich müsse normal-schnell laufen und irgendwann wird das Schnaufen einfach weniger – aber die Variante „so lange langsam laufen bis eine Steigerung kein Problem ist“ gefällt mir doch um einiges besser. Außerdem schmerzt mein Knie nach den Einheiten überhaupt nicht, obwohl diese zwischen 30-60 Minuten dauern und ich einige Kilometer zurücklege.

In der ersten Woche hat die Uhr schon alle Bereiche mitgemacht, für die ich sie einsetzen will: Wandern, Laufen, Gehen (Schrittzähler), und selbst beim Schwimmen hat sie super funktioniert. Besonders beim Wandern ist es auch spannend zu sehen, welchen Puls man gerade hat und wie viele Höhenmeter oder welche Distanz man zurückgelegt hat. Ich steh sowieso total auf Zahlen und Werte, um zu sehen wie ich mich entwickle (egal ob Noten auf der Uni, die Anzeige auf der Waage oder der Kontostand: Zahlen als Vergleichswerte motivieren mich einfach), war die Entscheidung mir so eine Uhr anzuschaffen die absolut richtige. Ich bin gespannt, ob diese Motivation anhält – ich werde natürlich berichten!

 

Bis bald,

Katie

 Woche 2, insgesamt das 5. Training - also der bittere Anfang.

Woche 2, insgesamt das 5. Training - also der bittere Anfang.

 Hier sieht man gut, dass es ein Intervalltraining war - immer wieder kurze Etappen bei hoher Herzfrequenz, damit der Körper lernt, schneller zwischen hoher und normaler Belastung hin- und herzuwechseln. PS: Der Leechwald in Graz eignet sich super zum Laufen - Parkplätze beim Hilmteich & Streckenlängen von vielen Kilometern im Wald.

Hier sieht man gut, dass es ein Intervalltraining war - immer wieder kurze Etappen bei hoher Herzfrequenz, damit der Körper lernt, schneller zwischen hoher und normaler Belastung hin- und herzuwechseln. PS: Der Leechwald in Graz eignet sich super zum Laufen - Parkplätze beim Hilmteich & Streckenlängen von vielen Kilometern im Wald.