Finanzplan 2019 (inkl. Download)

Finanzplan 2019

Fast jeder hat es, aber niemand spricht darüber: Geld. Warum ist das eigentlich so ein Tabu, hab ich mich schon öfter gefragt. Wie kann es sein, dass man in der Lage ist, über Sex, Gefühle oder Träume zu reden, aber die Finanzen ein rotes Tuch sind? Dabei kann es richtig nach hinten losgehen: Man spricht nicht darüber, weil es einem unangenehm ist. Man weiß vielleicht garnicht, wieviel man wirklich ausgibt und wofür man das hart erarbeitete Geld verwendet.

Excel-Vorschau

Für mich war Geld schon immer ein wichtiges Thema. Nicht, viel davon zu besitzen, sondern zu wissen, dass ich stets genug habe, um mich über Wasser zu halten. „Ins Minus zu gehen“ war ein Tabu für mich, ich habe gelernt „Geld, das ich nicht habe, kann ich nicht ausgeben.“. Selbst heute würde es mich Überwindung kosten, einen Kredit aufzunehmen, denke ich (in der Situation war ich bis jetzt noch nicht.). Geld für die Dinge ausgeben, die mir wichtig sind, hat mich jedoch nie gestört. Ich muss den Mehrwert spüren, den ich durch meine Ausgaben erhalte. Ich tendiere dazu, regulär auf kleinerem Fuß zu leben, dafür aber 2-3 mal pro Jahr zu verreisen und mir das ein oder andere Konzert meiner Lieblingsbands anzuschauen. Um zu wissen, ob und wie sich das finanziell ausgeht, habe ich jährlich einen Finanzplan, den ich auch nun dir zur Verfügung stelle.


Vorteile

  • Man setzt sich mit seinen Einnahmen und Ausgaben auseinander. Nur wer weiß, was sich monatlich und jährlich auf dem Konto tut und sich nicht selbst belügt oder mit Scheuklappen durch’s Leben geht, kann guten Gewissens Geld ausgeben.

  • Man kann gut einschätzen, wieviel Geld für Urlaub, Renovierung im Haus oder sonstige größere Anschaffungen überbleiben wird.

  • Motivation, weil man grüne Zahlen lieber als rote sieht.

  • Nur wer ein Ziel vor Augen hat, kann es auch erreichen. Ziele müssen messbar sein, sonst weiß man ja nie, ob man sie erreicht hat oder nicht, ergibt Sinn, oder? Also nutze die Chance und erfüll dir einen Traum! Ein neues Auto? Ein schöner Urlaub? Du kannst es erreichen!

Hindernisse

  • Wenn etwas schief läuft, die Ausgaben mehr als die Einnahmen sind, und das dauerhaft, bekommt man es wirklich schwarz auf weiß... bzw. rot auf weiß, mit meiner Vorlage. Das ist nie schön und bereitet einem Sorgen. Aber je früher man das in Angriff nimmt, desto eher kommt man aus dem Schlammassel wieder raus. Nur weil man sich davor drückt, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken, ändert sich noch lange nichts – Änderungen erfodern Handlungen!

  • Um etwas in seine Ausgaben zu schreiben, muss man schließlich wissen, wofür man sein Geld ausgibt. Das heißt erstmal Rechnungen suchen und sammeln, alle paar Tage mal de Liste aktualisieren, und auch manchmal etwas korrigieren, weil man etwas vergessen hat. Aber nach dem ersten Monat hat man sich im Normalfall daran gewöhnt und es wird immer motivierender, weil es Gestalt annimmt und man seinen Zielen näher kommt.

Erklärungen zur Excel-Vorlage:

Grundkenntnisse in Excel reichen absolut aus, um die Vorlage gut nutzen zu können! Lass dich vom Umfang nicht irritieren. Je nachdem, wie gut du über deine Finanzen schon bescheid weißt, dauert das grundsätzliche Personalisieren der Mappe ca. 30 Minuten – 1 Stunde. Hol dir also eine Tasse Kaffee und nimm dir Zeit, immerhin geht es um dein Geld.

Die Datei besteht aus einer Arbeitsmappe (Workbook) mit mehreren Tabellenblättern (Sheets).

  1. Du beginnst deine Arbeit bei „Jahresplan 2019“: Links oben trägst du dein Startkapital ein, mit dem du Ende Dezember aussteigst (Alternativ: frei lassen, dann wird von 0 ausgegangen). Dann arbeitest du dich durch die Einnahmen und Ausgaben und passt die Felder deiner Situation an, löscht und erweiterst nach deinen Bedürfnissen. Achtung! Eventuell verschieben sich Formeln und müssen neu angepasst werden, wenn du Felder löschst! Du kannst außerdem schon Urlaube oder andere ausgaben hinzurechnen (siehe: „zusätzliche Ausgaben“). In der Grafik unterhalb wird dir dein Ergebnis bildlich dargestellt. Vorsicht: die y-Achsen sind mit unterschiedlichen Werten beschriftet, die klaren Ergebnisse findest du unter dem Graphen bei „Erspartes“ und „Ergebnis“. Der „Jahresplan 2019“ gibt dir eine grundsätzliche Idee, wie es verläuft, wenn du dich exakt an deine angegebenen Einnahmen und Ausgaben hältst – wir wissen aber, das nie alles wirklich nach Plan läuft, deshalb...

  2. Jänner ´19 beinhaltet ebenfalls dein Startkapital, das du beim Jahresplan 2019 eingegeben hast, oder eben 0. Darunter trägst du deine tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben ein. Bei den fixen Ausgaben unterscheide ich gerne zwischen automatischen Abbuchern und Kreditkarte, einfach nur für die Übersicht. Die variablen Ausgaben in grau sind geschätzte Werte (hier sollten die gleichen eingetragen werden wie im Jahresplan), und die tatsächlichen Werte ergeben sich aus der Tabelle rechts davon. Trage hier wirklich penibel alle Ausgaben ein, sammle deine Rechnungen und lasse wirklich nichts aus: keinen Kaffee to go, keine Jause, möge der Betrag noch so klein und unscheinbar erscheinen. Das Ergebnis aus jeder Woche wird automatisch in die Haupttabelle rechts davon übertragen. Hier kommen deine fixen und variablen Kosten und Einnahmen zusammen, und am Schluss wird das Ergebnis berechnet. Die waagrechten Linien zeigen dir die Wochen an, damit du dich leichter orientieren kannst. Dein Startkapital NEU wird anschließend automatisch in den Februar übertragen.

  3. Für Februar gibt es noch eine Vorlage, die restlichen Monate musst du dir selbst erstellen. Folgende Anpassungen musst du bei jedem Monat vornehmen:

    • Einnahmen variabel

    • Die Reihen mit Datum

    • Die Wochen-Linien

    • Die verknüpften Formeln & Felder müssen überprüft werden

  4. Im Jahresergebnis 2019 kannst du deine Einnahmen und Ausgaben direkt mit dem jeweiligen Monat verknüpfen. Klicke dafür einfach z.B. in das Feld H4 und tippe „=“, wechsle dann zu deinem Sheet „März `19) und wähle das Feld Ausgaben fix, tippe „+“, wähle das Feld Ausgaben variabel und drücke Enter. Somit addierst du die zwei Felder und das Ergebnis wird in deinem Jahresergebnis angezeigt.  Das gleiche gilt natürlich für die Einnahmen! Wenn du alles richtig eingetragen hast, siehst du, wie weit dein tatsächliches Ergebnis vom Plan abweicht. Ich empfehle, regelmäßig zu überprüfen, ob du noch auf Kurs bist.

  5. Ich weiß, das Verknüpfen der Felder ist anfangs mühsam, aber es erleichtert einem im späteren Verlauf die Arbeit einfach enorm! Also hol dir eventuell noch eine zweite Tasse Kaffee...

Finanzplan2.jpg

 

Ich hoffe, dir hat das geholfen! Wenn ja, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen – gerne mit deinen Erfahrungen, deiner Motivation oder deinem Traum, den du dir mithilfe des Finanzplans erfüllen möchtest!

Alles Liebe,

Katie