Der große Trip

Lange hat es gedauert, bis ich endlich die Zeit und Ruhe gefunden habe, meinen „großen Trip“ im Sommer zu planen und diese Planung auch in einem Blogbeitrag zusammenzufassen – aber jetzt ist er da, mit allen Stationen, geplanten Unternehmungen und einer Kostenaufstellung.

Die Idee

Mopperl

Ich war schon an so vielen Orten: in mehr als 2/3 der US-amerikanischen Bundesstaaten, Irland, Schottland, Schweden, Finnland, Polen, Italien, Slowenien, dem Großteil von Süd-Osteuropa, in Taiwan und Indonesien, Hongkong und vermutlich hab ich auch irgendwas vergessen aufzuzählen. Aber weißt du, wo ich noch nie war? In Vorarlberg, in Hallstatt oder beim Großglockner – falls meine Eltern das lesen und gerade Einspruch erheben wollen: ich kann mich zumindest nicht daran erinnern :) Also nehme ich mir mal Österreich und Südtirol vor, bevor ich die nächste Flugreise antrete. Da ich hoffentlich Ende Juni die Bachelorprüfung bestehe und dann bis zum Beginn des Masterstudiums 3 Monate Zeit habe, war ursprünglich ein Südamerika-Trip geplant, der aber jetzt warten muss, da mir das mit meinem Knie (das weiterhin nach viel Training verlangt und noch nicht zu 100% wieder fit ist) zu riskant ist. Aber der Abenteuerfaktor ist natürlich auch bei diesem Trip hoch… denn ich fahr mit Mopperl (meiner Piaggio Medley 125) und das ganz alleine (zumindest die letzten 2 von 3 Wochen) – und das ist eine bewusste Entscheidung 😊 

dergroßetrip

Die Route

Start ist in Graz am 10. Juli 2018. Die erste Station ist Wolfsberg, wo ich Klaus von Hard Rock Travels einen Besuch abstatte. Weiter geht’s nach St. Veit an der Glan, dort wohnen zwei weitere Freunde, nämlich Verena von Culture and Sport und Chris, der hier auf Instagram Einblicke in den Bogensport gibt. Dann stehen 2 Nächte in Klagenfurt am Plan, bei dem wir meine Eltern und Oma besuchen, eventuell baden gehen oder in den Karawanken ein wenig wandern gehen werden.
Am 14. und 15. Juli quartieren wir uns bei einem Freund in Villach ein, von wo aus entweder Ausflüge nach Italien und Slowenien anstehen, oder vielleicht ein Besuch beim Ossiacher See, mal schauen.
Nähe Stall (Station 5 auf der Skizze) gibt es die Burg Falkenstein und die Raggaschlucht, beides am Plan für den 16. Juli. Am 17. Juli geht es zum ersten richtigen Highlight für mich: dem Großglockner. Bin einerseits gespannt wie Mopperl das meisten wird, andererseits freu ich mich wahnsinnig darauf, den Großglockner mal mit eigenen Augen und aus der Nähe zu sehen. Eventuell passt auch das Wetter für ein paar Fotos mit Sternenhimmel oder Sonnenaufgang, auf jeden Fall wird eine kleine Wanderung drin sein.
Dann steht auch schon das nächste Highlight an, nämlich die Dolomiten am nächsten Tag. In Carbonin hab ich mich für 2 Tage in ein Hostel einquartiert. Die 2 Tage stehen dann ganz im Zeichen von Natur, Fotografieren und Seele baumeln lassen.
Stopp Nummer 8 ist Meran, am Weg dorthin bleib ich am Karersee stehen und werde einen Spaziergang durch Bozen machen. Die darauffolgende Unterkunft befindet sich in Pfunds, jedoch liegt der Fokus an diesem Tag am Lago di Rèsia (dort ragt der berühmte Kirchturm aus dem Wasser) und die Festung Nauders. Der nächste Halt ist in Vorarlberg – somit hätte ich dann diesen Fleck Österreichs auch endlich mal erreicht. Ein Nachmittag in Feldkirch, ein Abendspaziergang in Dornbirn, und am nächsten Tag dann über Bregenz, den Körbersee, zur Highline179 (eine Hängebrücke und Burg in direkter Umgebung) bevor es dann zum Schlafen nach Lermoos geht. Dort in der Nähe wird am nächsten Tag dem Seebensee entgegengewandert und ein wenig fotografiert.
Zu diesem Zeitpunkt werde ich schon 2 Wochen unterwegs gewesen sein, eine davon alleine, eine weitere wird noch vor mir liegen.
Das nächste Zeil ist Innsbruck, wieder eine Nacht in einem günstigen Hostel um die Kosten niedrig zu halten, bevor es am nächsten Tag über die Salzburger Landesgrenze geht und ich zu den Krimmler Wasserfällen fahre. Auf die bin ich schon sehr gespannt, auch, was da fototechnisch so geht – außerdem ist ein Radverleih beim Hotel inkludiert, das heißt ein paar Kilometer werde ich wohl auch mit dem unmotorisierten Zweirad runterspulen.
In Pfarrwerfen habe ich wieder eine Übernachtungsmöglichkeit bei einer Studienkollegin und ich lass noch recht offen, was wir da machen – es gibt sooo viel zu sehen in dieser Gegend, aber die Eisriesenwelt ist vorerst mein geheimer Favorit.
Am folgenden Tag, das ist schon der 28. Juli, werde ich auch endlich Hallstatt mal sehen. Sogar meine Studienkollegen aus Taiwan waren teilweise schon dort… und ab diesem Tag muss ich dann nicht beschämt zugeben, das malerische Örtchen noch nie mit eigenen Augen gesehen zu haben. Für die Nacht habe ich wieder ein günstiges Zimmer in einer kleinen Pension gebucht, die unweit vom Nationalpark Gesäuse liegt – der war ebenfalls schon lang auf meiner Liste, gleich wie der Leopoldsteiner See, den ich dann auch noch „mitnehmen“ werde.
Die letzte Etappe führt dann zurück nach Graz – wo ich schlussendlich auf mindestens 1700 gefahrene Kilometer, unzählige schöne Momente und neue Erfahrungen zurückblicken kann.

Die Kosten

Ich liebe Listen, also muss auch eine für jede größere Reise her. Das sieht dann im Falle dieser Reise so aus, dass ich die folgenden Kategorien habe und Tag für Tag einplane. Der erste Abschnitt ist eher an Fakten und Möglichkeiten orientiert, während der zweite die Kosten aufschlüsselt.

Datum | Kilometer | ÜN-Ort | Aktivität | Unterkunft | Frühstück ja/nein | ÜN-Kosten | Benzin-Kosten | Verpflegungs-Kosten | Freizeit-Kosten

So habe ich dann in Excel recht schnell und leicht den Überblick über die anfallenden Kosten. Meine Unterkünfte machen knapp 420€ aus, für Benzin habe ich 7€ je 180km (also eine Tankfüllung) geplant, was aufgerundet ca. 70€ ausmacht. Für die Verpflegung sind 460€ (also 20€/Tag) berechnet und die Freizeit ist momentan mit insgesamt 300€ berechnet und inkludiert Eintritte und alles was sonst so anfällt. Insgesamt kostet mich der Spaß also ca 1.250€ für 3 Wochen, wobei ich eine Woche bei Freunde und Familie unterkomme und mir somit ein paar wenige 100€ für Unterkünfte in diesem Zeitraum spare. Ursprünglich war der Trip über einen längeren Zeitraum geplant, jedoch habe ich dann aufgrund von geänderten Umständen die Etappen ein wenig zusammengefasst und trotzdem alle mir wichtigen Ziele beibehalten.  

Das Ziel

Erfahrungen, Abenteuer, Freiheit, Zeit alleine und ganz viele neue Eindrücke, das sind meine Hauptargumente für diese Reise. Ich brauche diesen Kick von Zeit zu Zeit, ich mag es, Dinge zu unternehmen die ein wenig verrückt klingen – aber im Grunde gar nicht so außergewöhnlich sind. Ich freue mich darauf, spannende, lustige und motivierende Geschichten erzählen zu können; mich wieder auf die wichtigen Dinge besinnen zu können, mir Klarheit über viele Dinge zu schaffen, die Komfortzone zu verlassen. Ich werde mich selbst wieder ein bisschen besser kennenlernen und neue Wege finden, mit ungewohnten Situationen umzugehen. Es wird in diesem Zeitraum keinen Computer für mich geben, sondern nur mein Notizbuch und den Sprachrekorder auf meinem Handy, damit ich gewisse Dinge nicht vergesse. Loslassen, Spaß haben, an die Grenzen gehen: „We all need the Tonic of Wildness“ – wo wir wieder beim Thema wären.

Je mehr ich darüber schreibe, desto aufgeregter wird ich – in weniger als einem Monat geht es los, nämlich am 10. Juli.
Ich halte dich natürlich auf Facebook und Instagram am Laufenden :)

Alles Liebe,

Katie