Rise Up Festival 2017

Als ich vor knapp 2,5 Monaten mitbekommen habe, dass eine meiner Lieblingsbands, nämlich All Faces Down, am 30. September in Graz spielen, stellte sich für mich nur mehr die Frage: Als Fotografin vor Ort sein und dem Hobby nachgehen oder einen lockeren, feucht-fröhlichen Abend mit dem ein oder anderen Bier und anständigem Feiern verbringen. Ich hab mich dann für erstere Variante entschieden, denn immerhin war des für mich schon das 4. Konzert der Jungs und ich habe bis jetzt einfach nie eine Kamera mitgehabt und konnte demnach auch keine tollen Konzertfotos machen. Kurzerhand das Veranstalter-Team kontaktiert und angefragt, Zusage bekommen, also stand dem Foto-Vorhaben nichts mehr im Wege. Die Fotos entstanden für den Veranstalter durch Katie Hudson Photography (also meine Fotoseite), deswegen sind die Fotos mit diesem Wasserzeichen versehen. Das Feiern musste ich aber trotz alkoholfreiem Bier und dem Fotografieren nicht hinten anstellen, aber lest selbst:

 Line-Up:

Levitate.
Sin Eater
A Serenade to Kill
Dead Like Juliet
All Faces Down
Bury Tomorrow

 

Levitate.

Hardcore, Metalcore; Graz

Ich war also schon um 16.30 Uhr vor Ort, um 17.00 ging es nämlich mit Levitate. schon los - und ich muss gestehen - gefiel mir persönlich richtig gut! Gleich mal auf Facebook geliked. ;) Ich steh ja total auf den Mix aus kraftvollen Rumgebrülle aka "hard vocals" (danke für den Fachausdruck urban dictionary) und berührenden clear vocals.  Dazu eine energiegeladene Show, sympathische Bandmitglieder und ein kaltes Bier. Perfekt, persönliche Neuentdeckung des Abends *check*.


Sin Eater

Deathcore; Graz

Nächster Programmpunkt: Sin Eater. Ja, einmal kräftig "in die Fresse" - und die Bühnenperformance dementsprechend. Für mich musikalisch zu wild, haben die Jungs aber genügend Fans im Publikum gehabt die richtig abgefeiert haben. Und das wiederum ist immer genial zu beobachten und extrem mitreißend, und die gute halbe Stunde Spielzeit verging auch schneller als es vielen lieb war - Aber für Anhänger der musikalisch härteren Fraktion sollte es diesen Abend sowieso noch genug zu Jubeln geben.


A Serenade to Kill

Melodic Core Metal; Köflach

BÄMM! A Serenade to Kill sind für mich eine der Bands, die einen vom Fleck weg umhauen. Ich kannte sie (wie die meisten Bands) vor dem Festival nicht und ließ mich einfach berieseln. Oder eher: elektrisieren. Starke Melodien, abwechslungsreicher Gesang, und kurz bevor es zu poppig wird reißen sie das Ruder rum und feuern mit starken Headbang-Passagen unterlegt von tollen Blastbeats zurück. Definitiv auf meiner "Muss ich nochmal sehen"-Liste.


Dead Like Juliet

Post-Hardcore, Metal; Meran

Aus Südtirol sind die Herren, wie sie uns gleich zu Beginn der Show wissen ließen. "Na gut, dann lasst mal hören" dachte ich mir so. Der Bandname war mir geläufig, ein Musikvideo von 2014 erweckte vor ein paar Tagen den Eindruck, dass mir diese Band live gefallen könnte, also war ich umso gespannter. Ich muss gestehen, selten eine Band gesehen die so Gas gibt. Fotografieren war eine kleine Herausforderung, denn länger als eine halbe Sekunde verblieb (außer Keyboarder und Schlagzeuger) niemand auf seinem "Platz". Die Show hat definitiv gefetzt und die zahlreich anwesenden Fans waren happy - mir kam's um einiges wilder vor als das was ich von ihnen kannte, aber auf Spotify hab ich die Jungs schon abonniert - Annäherung sozusagen. 


AllFacesDown-Fangirl-Foto.jpg

All Faces Down

Post-Hardcore; Wien

Ein langersehntes Wiedersehen - Endlich mal wieder in Graz. Seitdem ich sie 2014 als Support von More than a Thousand (soweit ich mich recht erinnere) zum ersten Mal live sah, war es quasi um mich gschehen. CD gekauft, verliebt, seitdem Fan. Die Show war diesmal meines Empfindens nach die beste von den 4 die ich bis jetzt miterleben konnte - Songauswahl perfekt, Fans und Stimmung genial, Band super motiviert und zur Feier des Abends durften die Fans auch die Bühne stürmen - ich natürlich mitten drin. Wie lässt sich ihre Musik kurz beschreiben? Motivierende Lyrics, ein guter Mix aus Clear und Hard Vocals (ich lerne schnell :D) gewürzt mit einer Prise Lebensfreude. Nachdem ich so eine geniale Zeit hatte und sich am Merch-Stand im Anschluss noch die Gelegenheit bot, hab ich auch noch ein schnelles Foto mit Lukas gemacht. Das Fangirl in mir ist zufrieden ♥

 

 

Bury Tomorrow

Metalcore, Southampton

"If you don't move, I will come down and f*ckin' make you move!" - okay okay, zu Befehl. Dann springen wir halt. Fiel auch nicht allzu schwer, wenn Bury Tomorrow vor einem stehen und die Bude rocken. Aber wir waren halt auch schon müde... aber Ausreden galten nicht. "I don't care if you think you're too old, too fat, too drunk or too tired. MOVE!" Also Energie aufbauen, Leute mitreißen und ein fantastisches Erlebnis schaffen können sie definitiv. Besonders gefallen hat mir die Stimme von Jason, der für den klaren Gesang (und Gitarre) zuständig ist - extrem kräftig und irgendwie weniger "weich" als bei vielen anderen Bands, die die Kombination aus 2 Sängern nutzen. Definitiv für mich auch ein weiteres Konzert wert! 

 

Alles in Allem ein absolut gelungenes, junges Festival! Das nächste steht übrigens schon in den Startlöchern: Rise Up Festival 2018 findet in Judenburg statt und bietet Bands wie Caliban, Adept, Any Given Day und einige mehr. Ich bedanke mich herzlich bei den Veranstaltern dass ich vorbeikommen konnte und die Bands bildlich festhalten konnte - I had a blast. ♥

PS: Die Fotos entstanden für den Veranstalter des "Rise Up Festival" durch "Katie Hudson Photography" (also meine Fotoseite), deswegen sind die Fotos mit diesem Wasserzeichen versehen.